10. April 2004, 23:23 Uhr, rolphsein wie egonegon wartet. er muss auf den zug warten. sonst kommt er nicht mehr nach hause. dort wird er erwartet. die leute im haus warten auf egon.
aber egon wartet auf den zug. er sitzt da hinter den wänden aus glas. ekelt sich ob seinen mitwartern. sie trinken bier. sie reden nicht, reden in einer fremden sprache.
egon steckt sich musik ins ohr. sie fährt an ihm vorbei. wenigstens muss ich nun nicht mehr alleine warten. ich halte mich an der vorbeifahrenden musik fest. ein strom, ich rutsche ab. da, ein griff. aufgesprungen. ich fahre jetzt mit. dann muss ich mir nicht vorstellen, die zeit gehe vorbei. das geht dann von ganz allein. warten muss ich trotzdem.
egon steht vor der tür. wie er dort hingekommen ist, weiss er nicht. aber seine mutter weiss.
heim zu muttern. was geht in ihm vor. er soll mir antworten. verdammt, warum sagt er nichts. aber, aber...ich will jetzt wissen.
die mutter erträgt solche momente nur schlecht. sie kann dann nicht verstehen, dass man so sein kann, wie egon ist.
es ist da etwas zwischen ihnen beiden. gespanntes reispapier. die mutter sieht gut durch. sie glaubt, jeder sehe durch.
egon sitzt im zimmer. die lauten geräusche stören ihn. durch deren decke, seinen boden, dringen dumpfe stimmen. so dumpf, dass sie alles durchdringen. auch egons schädel. die sind drin. ich...möchte schlafen. der boden möchte vibrieren. ich zittre mit, bebe. lasst mit doch endlich schlafen.
die mutter öffnet die tür. sieht ihr fleisch da liegen, und lässt los.
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