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23. März 2004, 13:16 Uhr, rolph

durch das land

endlich sitze ich ab, lasse mich fallen. alle gedanken an arbeit verschwinden. ich lasse mich ziehen durch das land. muss nichts tun, darf einfach aus dem fenster schauen. der zug fährt, macht geräusche. das abteil riecht nach reisen, ein bisschen nach welt. hände waschen zuhause, denke ich. und dann denke ich nichts mehr. es ist da bloss noch das land, in überlichtgeschwindigkeit rauscht es vorbei. nichts berührt mich, was da draussen passiert. zuwenig fläche, zuwenig zeit um sich daran festzuklammern, um es sich einzuverleiben. ich bleibe getrennt von diesem mühsal da draussen. diese vororte, die sonntagnachmittagsbahnhöfe, die verbundsteinvorplätze, die hochhausumrahmten spielplätze. der zug zieht mich eilend weiter, ich kann wieder atmen.
in glücklichen momenten schlafe ich dann ein, wohlig warm eingeschlossen von geschwindigkeit und geräusch. aus diesen momenten strömt so viel zeit, so viel möglichkeit. endlos und nie zu ende. ein sein ohne gedanken an das dasein.


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