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27. Oktober 2003, 15:29 Uhr, rolph

liebe?

angst, nackte angst. trauer und furcht vermischen sich. der geist tritt in den körper über, zittern und kälte. eisig und doch heiss wie flüssiges glas. die möglichkeit zu sehen schwindet, nebel kriecht durch alle ritzen des gehirns. denken wird zur unmöglichkeit, die dinge scheinen nicht länger betrachtenswert – ich werde zum stummen beobachter. ich sehe mich liegen, am boden. ich sehe mich weinen. ich sehe mich im spiegel und denke, bin ich das? bin ich so? mir scheint als ob meine seele zu entweichen drängt. raus aus diesem körper, raus aus dieser stunde. die sekunden brennen sich ein, jede einzelne. unbarmherzig und unerbittlich brennen sich die sekunden in mein gehirn ein. sie sind nur mehr stücke von leben, fratzen, unbrauchbare einzelteile.
ich stehe nackt da. ausgezogen, bin ausgezogen worden. man hat mir die kleider mit einem ruck vom leibe gerissen. die augen der welt betrachten mich, ich kann sie überall fühlen. ich laufe nackt durch die strasse, ob es alle merken? ob sie es trotz meines lächelns bemerken? ich habe angst davor, in meiner einsamkeit bemerkt zu werden.
bin ich etwa zu weit gegangen. war es der freude zuviel. durfte ich nicht davon kosten? ist es mir nicht vergönnt, sicher zu sein. mich fallenzulassen und fallenzulassen?


Liebe Whr Schön

Cindy | 20. April 2006, 14:06 Uhr |


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